Presseinformation

18.11.2020

Bürgerpark und Gartendenkmal Marienberg erhält Bundespreis für Stadtgrün

Übergabe des Bundespreises an Bernd Prieß von der Fachgruppe Umwelt der Stadt Brandenburg (l.) und (r.) Ronald Weßlin von der BAS Brandenburg
Muschelgrotte auf dem Marienberg
Weinanbau auf dem Marienbeg
Spielplatz auf dem Marienberg
Luftaufnahme des Marienbergs, Foto: L. Hannemann / Stadt Brandenburg an der Havel
Mitarbeiter der BAS übernehmen die Grünpflege des Gartendenkmals, Foto: BAS Brandenburg
Video Bundespreis Stadtgrün / Lilli Thalgott

Im Jahr 2020 wurde vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erstmals der Bundespreis Stadtgrün ausgelobt. Mit diesem Preis werden außergewöhnliches Engagement für urbanes Grün, vielfältige Nutzbarkeit, gestalterische Qualität, innovative Konzepte und integrative Planungsansätze ausgezeichnet. Alle deutschen Städte und Gemeinden mit mehr als 3.000 Einwohnern waren aufgerufen, sich mit ihren Stadtgrün-Projekten zu bewerben. Die Projekte mussten hierzu einer der vier Kategorien („gebaut“, „gepflegt“, „genutzt“ oder „gemanagt“) zugeordnet werden.

Auch die Stadt Brandenburg an der Havel hat sich mit dem Bürgerpark Marienberg in der Kategorie „gepflegt“ beworben.

Im Fokus der Bewerbung lag das bestehende Nachnutzungskonzept des ehemaligen Geländes der BUGA 2015. Im Rahmen dieses Konzeptes stehen zwei Besonderheiten im Vordergrund. Mit dem Ende der BUGA wurde neben dem bestehenden gartendenkmalpflegerischen Leitbild auch die Brandenburger Arbeitsförderung- und Strukturgesellschaft (BAS) mit der Aufgabenwahrnehmung betraut. Die BAS ist eine offiziell anerkannte kommunale Integrationsabteilung, welche Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt. So wird sowohl die grünpflegerische als auch die kulturelle Entwicklung des Areals von einem Team umgesetzt, bei dem der Teilhabeplan der Stadt besonders berücksichtigt wird.

Der Bürgerpark Marienberg stellt einen Erholungs-, Kultur- und Begegnungsraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen dar. So sind auf dem Marienberg neben der BAS viele weitere Akteure anzutreffen: die BRAWAG, die den Weinberg mit der Lebenshilfe (auch hier Menschen mit Behinderung) pflegt oder die Durchführung des  Kultursommers zusammen mit dem Brandenburger Theater. Aber auch der Lions-Club Brandenburg, der Förderverein Marienberg sowie der Stadtsportbund helfen, zahlreiche Projekte auf dem Marienberg umzusetzen. Hierdurch konnten abwechslungsreiche Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene geschaffen werden.

Insgesamt gingen 237 Bewerbungen um den Bundespreis ein. Nachdem ein Nominierungsgremium im Mai 2020 aus der Vielzahl der Einsendungen 48 Projekte nominiert hatte, kürte eine 13-köpfige unabhängige Jury am 16. Juni 2020 aus dieser Vorschlagsliste sechs Preise und sieben Anerkennungen. Die Stadt Brandenburg an der Havel wurde in der Kategorie „gepflegt“ mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. 

Die Jury lobte den vorbildlichen Weg im Umgang mit dem Gartendenkmal. Es gelinge, die Vielzahl an ökologischen und historischen Funktionen des Geländes zu erhalten und sie gleichzeitig für neue Nutzungen anzupassen. Die Jury zeichnete insbesondere die soziale Orientierung des Nachnutzungskonzeptes aus, das den Freiraum als integrierende gemeinschaftliche Fläche begreift und weiterentwickelt. Hervorgehoben wurde auch, dass mit kulturellen Veranstaltungen immer wieder ein breiteres Publikum angezogen werde. Das Projekt stelle ein gelungenes Beispiel für standortorientierte Pflege und Entwicklung in einem komplexen Gelände mit unterschiedlichen Herausforderungen und Räumen dar.

Auf der Internetseite kann über das Projekt nachgelesen und ein dazu extra gedrehter Film angeschaut werden: bundespreis-stadtgruen.de/entry/buergerpark-und-gartendenkmal-marienberg/. Die dort veröffentlichten Fotos und der Film sind im Rahmen des Wettbewerbs „Bundespreis Stadtgrün 2020“ entstanden. Der Wettbewerb wurde vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ausgelobt und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) umgesetzt und fachlich begleitet.

Der Bundespreis ist mit 15.000 € dotiert. Ferner darf die Stadt nun mit dem Bundespreis Stadtgrün werben und das Logo hierfür verwenden.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die feierliche Übergabe des Bundespreises im Bundesministerium, zu der Oberbürgermeister Steffen Scheller und der zuständige Projektleiter Bernd Prieß eingeladen waren, abgesagt werden. Im Rahmen der nächsten Preisverleihung soll dies dann nachgeholt werden.